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28.09.2005
Große Sprünge für den Kopfschutz

Mit verwegenen Sprüngen begeisterte der Weltrekordler Igor Ubo seine Zuschauer beim Aktionstag „Lebensretter Fahrradhelm?!“ in Hennef und unterstützte die Präventionsarbeit der ZNS - Hannelore Kohl Stiftung.

Igor Ubo war der Einladung der ZNS - Hannelore Kohl Stiftung zum Verkehrssicherheitstag auf dem Marktplatz in Hennef gefolgt, der in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Kommissariat Vorbeugung ausgerichtet wurde. Der vierfache Weltrekordhalter in verschiedenen Weit- und Hochsprungdisziplinen sprang unter anderem mit dem Mountainbike von der Skisprungschanze in Garmisch-Partenkirchen und erzielte die unglaubliche Weite von 42,11 Metern. Für die gute Sache Kopfschutz reiste Ubo unmittelbar im Anschluss an seine China-Tournee nach Hennef.

Igor Obu präsentierte dem begeisterten Publikum seine legendäre Sprung-Show. Zunächst der Hochsprung: Ohne Rampe und fast aus dem Stand übersprang der 31-Jährige die Latte, die er nach und nach immer höher steckte, bis er 1,05 Meter erreichte - stets angefeuert vom lauten Applaus und Geschrei der eingeladenen Schulklassen und Passanten. Im zweiten Teil der Show wurde es beim Weitsprung noch spannender. Diesmal sprang Obu über auf dem Boden liegende Kinder. Mit angehaltenem Atem sahen elf von ihnen den Weltrekordhalter über sich hinweg fliegen und auf der anderen Seite sicher landen. Allerdings war natürlich alles gefahrenfrei, denn sein Rekord liegt bei insgesamt 25 Personen.

Der aus dem Bayerischen Wald stammende Radsportler ist ein sympathischer Botschafter für das Motto „Ein Fahrradhelm schützt“ der ZNS - Hannelore Kohl Stiftung. „Mein Helm ist immer dabei“, erklärt er deshalb auch seinen Zuschauern, „denn er schützt meinen Kopf - und der ist das Wichtigste, was ich habe.“ Und das glaubt man ihm sofort. Aber er trage den Kopfschutz natürlich immer, wenn er auf dem Rad sitzt, auch wenn er gerade mal nicht so spektakuläre Sprünge macht.

Der Aktionstag zum Thema Kopfschutz war dann auch über die Sprung-Show hinaus ein voller Erfolg. Viele Radfahrer konnten aus eigenen Erfahrungen berichten, wie ein Helm sie bei bereits erlebten Unfällen wirkungsvoll vor Schlimmeren bewahrt hat. Ein Arzt aus der Unfallchirurgie Gummersbach beschrieb die Verletzungen verhindernde Wirkung eines Helmes aus seiner Sicht, und Polizist Gerd Zöller demonstrierte anschaulich, wie leicht eine Kopfverletzung auch schon bei einem relativ harmlosen Unfall entstehen kann. Wie es im Fall der Fälle, also nach einem Unfall mit Kopfverletzung weitergeht, schilderte Achim Ebert, Geschäftsführer der ZNS - Hannelore Kohl Stiftung. Die Organisation unterstützt Betroffene mit Schädelhirnverletzungen und ihre Angehörigen, vermittelt Reha-Plätze und hilft bei der Wiedereingliederung in Schule, Beruf und Gesellschaft.




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