ZNS - Hannelore Kohl Stiftung für Verletzte mit Schäden des Zentralen Nervensystem
Zurück ins Leben - danke für Ihre Hilfe!

> mehr
> Jetzt spenden

15.11.2005
Kopfschutz auf der Piste- Falsche Eitelkeit kann das Leben kosten

Zum Beginn der Wintersportsaison appelliert die in Bonn ansässige ZNS - Hannelore Kohl Stiftung, den Kopf auf der Piste mit einem Helm zu schützen. Mit den Kampagnen „Voll korrekt“ und „Hast Du ein Helmgesicht?“ wirbt sie für den eigenverantwortlichen Schutz des Kopfes beim sportlichen Wintervergnügen.

Jedes Jahr verunglücken rund 60.000 Deutsche beim Ski- oder Snowboardfahren. Dabei erleiden mehr als 10 Prozent der Erwachsenen Kopfverletzungen, bei den Kindern sind es sogar 15 Prozent. Der kindliche Schädelknochen ist noch weicher und empfindlicher, daher sollten Kinder im Wintersport immer Helm tragen. „Wir wollen keine generelle Helmpflicht für Skifahrer einführen, wie sie etwa schon in Italien für Kinder unter 14 Jahren gilt,“ erläutert Achim Ebert, Geschäftsführer der ZNS - Hannelore Kohl Stiftung, „sondern an die Vernunft und Eigenverantwortung appellieren.“ Es ist kein Eigennutz der gemeinnützigen Stiftung, die sich um Menschen mit Schädelhirnverletzungen kümmert und für das Helmtragen mit Aktionen wie „Ein Helm hilft, bevor wir helfen müssen“ wirbt. Vielmehr gehe es, so Ebert, darum, auf Risiken und Gefahren aufmerksam zu machen und zu zeigen, wie man sie einfach und effektiv vermeiden kann. Denn die Zahlen sprechen für den Helm: Bis zu 85 Prozent der schweren Schädel- und Gehirnverletzungen könnten durch ihn verhindert werden.

Wirksamer Schutz muss gar nicht teuer sein, fasst Ebert zusammen, und hat einige Tipps für Helmkäufer parat: Der Helm sollte gut sitzen, weder drücken noch wackeln und die Schläfen und Ohren abdecken (auf „Hörlöcher“ achten!). Ein passender Helm ist leicht, angenehm zu tragen, schützt zudem vor Wind und Kälte und besitzt ein verstellbares Lüftungssystem. Um sicherzustellen, dass der Helm auch den allgemeinen Sicherheitsanforderungen genügt, ist darauf zu achten, dass er das blaue CE-Kennzeichen trägt. Auch der Hinweis „entspricht der DIN EN 1077“ weist darauf hin, dass der Helm die EU-Sicherheitsrichtlinien erfüllt. Bei allen Vorteilen muss der Kopfschutz jedoch gar nicht teuer sein. Häufig gibt es gute Angebote bereits unter 50 Euro; Gelegenheitsskifahrer können sich für 1 bis 3 Euro pro Tag auch beim Skiverleih einen Helm ausleihen. Oftmals wird er sogar kostenlos beim Belegen eines Skikurses oder Mieten einer Skiausrüstung dazu gegeben.

(2374 Zeichen)

Die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung wurde 1983 von Frau Dr. med. h.c. Hannelore Kohl ins Leben gerufen. Von Bonn aus informiert die Stiftung über die neuesten Behandlungsmöglichkeiten bei Verletzungen des Zentralen Nervensystems, unterstützt bei der Vermittlung von Rehabilitationsplätzen und fördert die wissenschaftliche Forschung auf diesem Gebiet. Bisher konnten 22,5 Mio. Euro aus Spendenmitteln für 464 Projekte an Kliniken, Institutionen und Rehabilitationseinrichtungen in Deutschland weitergegeben werden. Unter anderem wurden an 51 Einrichtungen insgesamt 507 Plätze für Patienten mit schwersten Hirnverletzungen geschaffen. Ein wichtiger Schritt, denn jedes Jahr erleiden 300.000 Menschen Schädelhirntraumata, die Hälfte von ihnen ist unter 25 Jahren alt. Dank der Fortschritte in diesem Bereich kann vielen von ihnen geholfen werden.


Kontakt für Rückfragen von Journalisten:
ZNS - Hannelore Kohl Stiftung, Frau Helga Lüngen
Rochusstraße 24, 53123 Bonn
Telefon: 02 28/9 78 45-0 Telefax: 02 28/9 78 45-55
E-Mail: h.luengen@hannelore-kohl-stiftung.de


Download
> Als RTF-Datei herunterladen
Hier finden Sie viele Informationsmaterialien zum bestellen oder zum direkten Download.
Alles zur Gründerin und Präsidentin der Stiftung sowie Vorstand, Gremien und Beiräten.

Die Gründerin der ZNS - Hannelore Kohl Stiftung

Hannelore Kohl
Forum 1/2010

© 2010 ZNS - Hannelore Kohl Stiftung | Datenschutz | Impressum | info@hannelore-kohl-stiftung.de