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26.02.2007
Kommentar zur geforderten Helmpflicht

Die kontrovers geführte Diskussion zur Einführung einer Helmpflicht gibt es nun schon seit Jahren. Tatsache ist, dass mehr als 40 Millionen Deutsche regelmäßig mit dem Fahrrad fahren und die Zahl der verunfallten Radfahrer steigt, und damit auch das Risiko einer schweren Kopfverletzung. Eine im letzten Jahr veröffentlichte Studie zeigt, dass pro Jahr 270.000 Personen ein Schädelhirntrauma (SHT) erleiden, davon 70.200 durch Verkehrsunfall. In etwa einem Drittel der Fälle sind Radfahrer betroffen. Annähernd 85% der schädelhirntraumatisierten Fahrradfahrer trugen keinen Helm. Betroffene müssen schwerste, nicht selten lebenslange Behinderungen verkraften - ein Schicksal, das verunfallten Helmträgern erspart bleibt! Als Neurochirurg habe ich viele schwer verletzte Menschen behandeln müssen, die von einer Sekunde auf die andere mit gravierenden gesundheitlichen Einbußen leben müssen. Ein Kopfschutz hätte die schweren Verletzungen verhindert. Die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung hat in den letzten Jahren verstärkt zum Tragen eines Helms aufgerufen und auch die Folgen einer schweren Kopfverletzung deutlich gezeigt. Wenn jedoch die Schutzwirkung des Helms noch immer von zu wenigen Radfahrern ernst genommen wird, kann durch die Einführung einer Helmpflicht für Fahrradfahrer hier Abhilfe geschaffen werden.

Prof. Dr. Wolfgang J. Bock, Neurochirurgische Universitätsklinik Düsseldorf und Kuratorium ZNS - Hannelore Kohl Stiftung

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